1 Minuten Lesezeit (281 Worte)

19-Jähriger legt Feuer in Asylbewerber-Unterkunft

19-Jähriger legt Feuer in Asylbewerber-Unterkunft

Abensberg.  In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegen 21:40 Uhr wurde die Feuerwehr Abensberg zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage (BMA) in der Asylunterkunft im Bad Gögginger Weg gerufen. Vor Ort konnte eine starke Rauchentwicklung im Gebäude festgestellt werden. Die Einsatzkräfte mussten das Gebäude komplett evakuieren.

Anzeige

 

Laut der Einsatzzentrale Niederbayern sind aktuell 104 Personen in dem Wohnheim gemeldet. Glücklicherweise konnten alle Bewohner das Haus unverletzt verlassen. Die Feuerwehrkräfte hatten den Brand im Obergeschoss des Gebäudes innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle. Anhand einiger Zeugenaussagen vor Ort konnten die Polizeikräfte auch innerhalb kurzer Zeit die Brandursache herausfinden.

Nach ersten Informationen der Polizei hatte wohl ein 19-jähriger Bewohner das Feuer selbst gelegt. Der junge Mann war wohl mit einem kleinen Bezinkanister in das Wohnheim gelaufen, hatte ansschließend das Benzin im Obergeschoss ausgeschüttet und entzündet. Hierdurch kam es zu einer massiven Rauchentwicklung. Das Feuer ging nach Aussagen der Polizei wohl zum Glück nach der kurzen Verpuffung selbst wieder aus, sodass es zu keiner Brandausbreitung kommen konnte.


Die Kriminalpolizei hat vor Ort Spuren gesichert. Hierzu musste das komplette Wohnheim für rund 3 Stunden gesperrt bleiben. Mit Flatterband wurden die Zugänge und das Areal vor dem Gebäude abgesperrt. Die Bewohner mussten bei rund 16 Grad teilweise nur im T-shirt unwissend draußen ausharren.


Da der 19-jährige Brandstifter nach seiner Tat geflüchtet ist, wurde auch ein Polizeihubschrauber zur Unterstützung angefordert. Dieser kreiste rund zwei Stunden über ganz Abensberg. Nach aktuellem Stand konnte der mutmaßliche Täter bisher von der Polizei noch nicht aufgegriffen werden.


Weshalb der junge Mann zu dieser Tat griff, ist bislang noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen hierzu übernommen.
Nach rund drei Stunden konnten die Bewohner ihre Zimmer in der Unterkunft unbeschadet wieder beziehen.

Bohrmaterial trübte Oedischbach
Hoher Schaden an Pfarramts-Tür