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Ostermarschierer für INF-Vertrag, aber gegen Rüstungsexporte

ostermarsch Im Namen der Ostermarschierer wirft Wolfgang Berndt, Vorstandsmitglied der DFG-VK Oberpfalz den "Mayor-for-Peace"-Brief in den Postkasten des Teublitzer Rathauses.

​Städtedreieck. Bei herrlichen Frühsommerwetter setzte sich am Karsamstag der traditionelle Ostermarsch im Städtedreieck für die Rettung des INF-Vertrages ein und sprach sich deutlich für den Exportstopp von Rüstungsgütern in Krisenländern aus. Veranstalter war die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsgegnerInnen, Bezirk Oberpfalz.

Eine der Hauptaufgaben von Bürgermeistern ist der Schutz der Bürger in ihren Gemeinden. In dem Wissen, dass diese Aufgabe bei Abwurf einer Atombombe nicht zu erfüllen ist, gründete der Bürgermeister von Hiroshima 1982 die internationale Vereinigung "Mayor for Peace - Bürgermeister für den Frieden". Ihr Ziel ist die weltweite Abschaffung aller Atomwaffen. 

Über 600 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen sind in Deutschland bereits Mitglied. Unter anderem im Landkreis Schwandorf Nittenau, Bruck und Pfreimd. Die Ostermarschierer baten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Städtedreick, diesem internationalen Bündnis beizutreten, um ein Zeichen zur Rettung des INF-Vertrages zu setzen. Dazu warfen sie an den Rathäusern jeweils Briefe mit der entsprechenden Bitte ein.

Zum Abschluss des Ostermarsches wurde in der evangelischen Christuskirche in Burglengenfeld von Pfarrer Gottfried Tröbs eine Friedensandacht gehalten. Ausgehend vom biblischen Gebot der Feindesliebe erinnerte Tröbs, wie schwierig dies einzuhalten schon in einer friedfertigen Umgebung sei. Um wieviel schwieriger erst in Gegenden, wo aufeinander geschossen wird mit Kriegsgerät, das in Deutschland gefertigt worden ist. 

Tröbs sprach sich für eine restriktiven Handhabung von Rüstungsgütern aus. Er forderte die Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik auf, Rahmenbedingungen zu ändern. "Es ist nicht im Sinne Christi, dass Beschäftigte in Deutschland ihren Lebensunterhalt damit sichern müssen, indem in anderen Teilen der Welt sich die Leute erschießen."


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