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Die Karpfensaison offiziell eröffnet

Eröffnung_Karpfensaison_2 In den Keschern zappelten die Karpfen, ehe sie in die mit Wasser gefüllten Bottiche wanderten. Bilder: (c) sir

​Die Hauptdarsteller tummelten sich im Teich. Mitunter vollführten die Karpfen im kühlen Nass kleine Sprünge, beobachtet von Politikern sämtlicher Couleur unterschiedlicher Ebenen. Die Angel- und Naturfreunde Bruck standen in ihren Wat-Hosen und Keschern bereit, zum Abfischen, das sich anschickt, zu einer beliebten Tradition zu entwickeln.

Zur Karpfen-Saison-Eröffnung hieß Landrat Thomas Ebeling die Gäste in der Scheune des Heimat- und Bauernmuseums willkommen. Hier spielte die Blaskapelle Bruck auf. Festlich-herbstlich Dekoration im Raum und an den Tischen luden ein, sich niederzulassen und zu genießen. Im Fokus der Speisekarte stand der Karpfen, mit passenden Beilagen optisch und geschmacklich bot er ein harmonisches Bild, beinahe schon zu schade, ihn zu verspeisen. Es duftete köstlich und so griffen die Gäste schließlich beherzt zu. 

Bis es soweit war, verfolgten sie die Arbeit der Angler, die die feuchten Gesellen mit viel Geschick und Erfahrung in ihren Keschern einfingen und in die mit Wasser gefüllten Behälter gleiten ließen. Eine Karpfen-Saison-Eröffnung könne aus vielen Gesichtspunkten heraus stattfinden, meinte Landrat Thomas Ebeling, doch hier erfolge sie aus touristischer Sicht. Und so hieß er die Vertreter des Zweckverbands Oberpfälzer Seenlands, unter ihnen Geschäftsführerin Verena Danner, willkommen. Die Touristen, die hier in die Oberpfalz kommen, erwarte ein gutes, regionales Essen, so Ebeling. 

Gekommen waren zweiter Bürgermeister Robert Feuerer, MdL Alexander Flierl, MdL und stellvertretender Landrat Joachim Hanisch, MdB Marianne Schieder, Inge Gleixner, Vorsitzende des Mappacher Museumsvereins, zweiter Bürgermeister von Wackersdorf, Thomas Neidl, Bürgermeister Karl Bley aus Nittenau, Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf, Kreisrat Rudolf Sommer sowie weitere Vertreter von Naturverbänden. Ebeling dankte für ihr Kommen und insbesondere Verena Danner und Joachim Häring vom Zweckverband Oberpfälzer Seenland. 

Zweiter Bürgermeister Robert Feuerer sagte, es sei das zweite Mal, dass hier nach 2017 wieder die Eröffnung der Karpfen-Saison stattfinde. Diese Veranstaltung passe gut zur Örtlichkeit, denn in unmittelbarer Nähe liege der Fischteich. Die Brucker werden gerne als „Brucker Karpfen" bezeichnet. Der Ortsbereich von Bruck sei geprägt von den vielen Weihern und Teichen. MdL und Vorsitzender der Teichgenossenschaft Oberpfalz, Alexander Flierl, sagte, dass der Karpfen als Premium-Produkt die Oberpfälzer Heimat verkörpere. Als regionales und gesundes Lebensmittel erfülle er den Anspruch an die moderne Ernährung. Mehr noch habe der „Oberpfälzer Karpfen" das Prädikat „geschützte geographische Angabe" durch die EU erhalten. Durch die Teichwirtschaft werden der vieldiskutierte Artenschutz bzw. die Biodiversität gewährt. Der Biber und Otter setze dem Karpfen zu. Flierl sprach die Naturschutzleistungen der Teichwirte an und meinte, dass die Entschädigungszahlungen nicht gestrichen werden dürfen. Die Entnahme des Bibers müsse mit Augenmaß betrieben werden. Für diese Lösungen brauche es politischen Druck. Die Teichwirte müssen erfahren, dass ihre Arbeit geschätzt ist. 

Inge Gleixner, Vorsitzende des Vereins „Heimat- und Bauernmuseum Mappach" sagte, man freue sich, dass die Eröffnung nach 2017 wieder hier stattfinde. Ihr Dank galt dem Zweckverband des Oberpfälzer Seenlands. Kurz gab sie einen historischen Ablauf des Vereins. Viele Feste werden im Museum mit viel Brauchtum begangen und Ausstellungen gezeigt. „Wir freuen uns, wenn wieder eine Veranstaltung hier stattfinden kann."


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