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Nord_Ost_Umgehung_Nittenau_Freigabe Mit dem Durchschneiden des Bandes wurde die Nord-Ost-Umgehung offiziell freigegeben. Bilder: (c) sir

Freie Fahrt auf der Nord-Ost-Umgehung bei Nittenau

3 Minuten Lesezeit (620 Worte)
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​Die Hilfslinien bei der Straßenmarkierung sind noch klar zu sehen, als mit einem riesigen Aufgebot an Politikern, Ämtern und interessierten Bürgern die neugebaute Nord-Ost-Umgehung offiziell freigegeben wurde. Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker, schritt zur Tat, gemeinsam mit weiteren Ehrengästen durchschnitt er das Band.

​Dipl.-Ing. Henner Wasmuth, leitender Baudirektor am Straßenbauamt, hieß die Gäste willkommen und dankte allen Verantwortlichen für ihren Einsatz. Staatsminister Albert Füracker betonte, dass die Trasse nicht nur wünschenswert, sondern notwendig sei. Der ländliche Raum profitiere vom Durchführen von Maßnahmen der Infrastruktur. Straßen seien Lebensadern und auch der Ausbau Breitband sei notwendig. 

Die Nord-Ost-Umgehung biete eine Verkehrsberuhigung für Nittenau und -sicherheit. Die Baukosten für das Projekt betragen rund 1,4 Millionen Euro, der Grunderwerb rund 0,6 Millionen Euro. Etwa 3.000 Fahrzeuge in 24 Stunden und insbesondere der Schwerverkehr nutzen künftig die Ortsumfahrung, so dass die Walderbacher Straße um etwa 30 Prozent und die Brucker Straße um rund 40 Prozent vom Verkehr entlastet werde. Fünf Brückenbauwerke seien notwendig geworden. Gewährleistet sei nun eine durchgehende Umfahrung von der Staatsstraße 2149 (Richtung Regenstauf) bis zur B 16 (Anschlussstelle Nittenau Ost). Für die Kompensation der Eingriffe in Natur und Landschaft seien Flächen mit einem Umfang von etwa 11,6 Hektar bereitgestellt worden. 

„Die Anlieger können aufatmen, die Lebens- und Wohnqualität wird aufgewertet", so Füracker. Man stehe unter einer Rechtfertigungskultur, was Klima- und Umweltschutz angehen, „der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass wir die Straße brauchen", so der Minister, der die Bedeutung für Unternehmen und Arbeitsplätze ins Feld führte. Zum geplanten Bau der Regenbrücke sagte er, er gehe davon aus, dass das Projekt mit Riesenschritten vorangehe. Auch der dreispurige Ausbau der B 16 soll zügig vorangehen. 

MdL und stellvertretender Landrat Joachim Hanisch meinte, als Brucker profitiere er sogar mehr von der Umgehung. Es sei eine Maßnahme, die aus der Not heraus geboren worden sei. Der Landtag habe seine Mittel für solche Baumaßnahmen erhöht. Für die Bevölkerung sei heute ein Feiertag. Diese sei sich einig, dass die Straße notwendig sei. Hanisch wünschte, dass sie stets unfallfrei befahren werde. 

Bürgermeister Karl Bley sagte, dass für die Stadt Nittenau ein freudiger Tag sei. Ein Aufatmen sei regelrecht zu verspüren, wurde die Umfahrung doch lange herbeigesehnt. Diese Straße sei für Nittenau, aber auch für die Nachbargemeinden eine sehr, sehr wichtige Entlastungstrasse, die nun nach einer rund 25-jährigen Wartezeit Wirklichkeit geworden sei. Das Stadtoberhaupt erinnerte an den langen Behördenweg. An dieser Stelle dankte er allen Verantwortlichen in den jeweiligen Ämtern und Behörden, die Verständnis für das stetige Nachhaken und Nachbohren gehabt haben, wann es endlich weitergehe mit der Planfeststellung bzw. wann gebaut werde. „Der Entscheidungsweg bis zum Spatenstich von vor drei Jahren sei auch etwas kurvenreich verlaufen, umso mehr freue er sich, dass es bis zur Verkehrsfreigabe planmäßig mit Volldampf voraus weitergelaufen sei. 

Bley machte deutlich, dass die nächsten dringenden Projekte der Stadt anstehen. Oberste Dringlichkeit habe die große Regenbrücke. „Für die Nabelschnur zwischen den beiden Ortsteilen Bergham und Nittenau ist akuter Handlungsbedarf gegeben." Auch sprach Bley den dreistreifigen Ausbau der B 16 an.

Kaplan Ulrich Eigendorf aus Nittenau sowie der evangelische Dekan Walter Kotschenreuther aus Cham spendeten der Umgehung den kirchlichen Segen. Eigendorf sagte, dass Straßen verbinden, Wege zueinander schaffen, Menschen rücken zusammen. Aber, die Gesellschaft drohe in kleinen Gruppen auseinanderzubrechen. „Wir Kirchen müssen dafür sorgen, dass Menschen wieder enger zusammenrücken", betonte der Kaplan. Menschen sollen sich nicht umgehen, sondern aufeinander zugehen. Dekan Walter Kotschenreuther sagte, dass sich das Christentum ohne Straßen und Wege nicht so rasch hätten verbreiten können. Der ländliche Raum, hier brauchten Menschen die Möglichkeit, zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Auch sollten Firmen sich hier ansiedeln können. 

Die Stadtkapelle Nittenau unter Leitung von Thomas Maibauer umrahmte die Veranstaltung musikalisch, vor dem Durchtrennen des Bandes erklang das Bayernlied, bei dem die Anwesenden kräftig mitsangen.


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