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Grünpflegemaßnahmen am Murner See

GPP-02 Die Grünpfegemaßnahmen betreffen den prominenten Bereich entlang des Westufer des Murner Sees. Fotos von Michael Weiss/VG Wackersdorf

Wie soll die Natur am Murner See gestaltet werden? Wo schafft man Lebensräume für Tiere und wo soll der See für Anwohner und Besucher attraktiver gestaltet werden? Die Gemeinde Wackersdorf hat das Landschaftsarchitekturbüro Thammer aus Schönsee beauftragt, einen Grünpflegeplan für den Bereich Wohngebiet Rauberweihermühle zu entwerfen. Der Gemeinderat hat den vorliegenden Plan im März 2019 beschlossen, jetzt starten erste größere Maßnahmen entlang des Westufers des Murner Sees.

Der Plan basiert auf einer genauen kartografischen Dokumentation des aktuellen Status Quo, aus ihm ergeben sich konkrete Maßnahmen zur Grünpflege. Für die Erstellung des Plans fanden mehrere Ortsbegehungen statt, der Plan wurde außerdem mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes abgestimmt. Er umfasst des Weiteren genaue Arbeitsmaßnahmen, Arbeitsschritte und daraus resultierende Kosten und schließt das Projekt Baugebiet Rauberweihermühle ab.


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Die Maßnahme soll zum einen eine transparente Grundlage für „geordnete" und gepflegte Grünanlagen schaffen. Vom „natürlich" gewachsenen Baum bis zur vom Bauhof gepflanzten Hecke wurden der gesamte Bestand dokumentiert und daraus jeweils konkrete Pflege- und Umgestaltungsmaßnahmen definiert. Zum anderen soll der Grünpflegeplan das Bewusstsein für den Naturraum am Murner See schärfen. Im vergangenen Jahr wurden beispielsweise immer wieder Bäume und Sträucher ohne Berechtigung entfernt oder angesägt. „Wir haben damals schon gesagt, dass wir hier konsequent nachpflanzen werden. Jetzt ist es soweit", schildert Bürgermeister Thomas Falter.

Bauamtsleiter Uwe Knutzen, Bürgermeister Thomas Falter, Landschaftsarchitekt Andreas Thammer, Landschaftsgärtner Claus Gartner, die stellvertretenden Bauhofleiter Thomas Bauer und Johann Strasser und stellvertretende Bauamtsleiter Elke Mandl-Kimmer(von li. nach re.)

​Der Plan schafft nicht nur eine Grundlage für eine gezielte und „symptomatische" Nachpflanzung, sondern betont, dass es sich beim Uferbewuchs um mehr als nur grünen und entbehrlichen Zufallsbewuchs handelt. Dabei sollen mehrere Bereiche abgedeckt werden, so Landschaftsarchitekt Andreas Thammer: „Es geht zum einen um Naturschutz, um Lebensräume für Tiere und Insekten. Das beginnt schon beim Mähen der Grasflächen. 

Der Plan stellt sicher, dass wir nie einen Komplettschnitt haben, sondern auch immer Flächen mit dichtem und hoch gewachsenen Gräsern und Sträuchern als Habitate stehen bleiben. Es geht zum anderen aber auch um die Anwohner im Baugebiet Rauberweihermühle und natürlich die vielen Besucher und Gäste – alle nutzen den See, allen Anliegen möchten wir hier Rechnung tragen." Der ausführliche Plan und weitere Details sind auf der Homepage der Gemeinde Wackersdorf unter wackersdorf.de abrufbar. Für Fragen zu Grünpflegeplan und -maßnahmen steht außerdem Frau Elke Mandl-Kimmer von der Verwaltung zur Verfügung (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 09431/74 36-421).

Auch der Bereich, in dem zuletzt der sogenannte "Baumsäger" am Werk war ist von den Grünpflegemaßnahmen betroffen. Hier werden in nächster Zeit neue Bäume gepflanzt werden.
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