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Neujahrsempfang: Regensburg auf dem Weg zur Smart City?

NeujahrsempfangSTA_0027 Getrud Maltz-Schwarzfischer und Jürgen Huber begrüßtenb als Bürgermeister rund 450 Gäste.

Regensburg. Geschüttelt und gerührt: Über 450 Gäste gratulierten zwei Stunden lang Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Bürgermeister Jürgen Huber beim Neujahrsempfang der Stadt am Freitag.

"Die Stadt verändert sich unablässig und auch immer schneller". So begrüßte die Bürgermeisterin die 450 Gäste aus Politik und Wirtschaft und Vereinsleben. Aus dem Regensburger Music College entstand das Ensemble Yankee Meier, das zu den Trägern der städtischen Musikpreisses 2019 gehört, und für Musik sorgte. Sängerin Pauline Urban , Jonas Kothmeier an der Gitarre, Luis Transpel am Keyboard, Harold Merl am Bass und am Schlagzeug Esther Abraham.

Smart-City mit Herz

"Es ist unser fester Wille, Regensburg an der Spitze der Wirtschsaftsregionen zu halten", so die Bürgermeisterin. Aber: "Weder in meinem Büro, noch irgendwo sonst in der Verwaltung steht eine Glaskugel." Keiner könne sagen, wo Regensburg 2030 steht. Und doch halte sie es nicht mit dem früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt, den sie sehr verehre. Der wollte aber Menschen mit Visionen zum Arzt schicken. „Der Meinung bin ich nicht!" Smart-City mit Herz, das sei ihre Vision. Neue Technologien sollen mit gesellschaftlichem Miteinander Hand in Hand gehen.


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Es sei  ihr fester Wille, Regensburg wirtschaftlich und wissenschaftlich im Spitzenfeld zu halten. Die erfolgreiche RVV App, die alle Fahrpläne anzeigt und den genauen Fahrweg und die Fahrdauer beschreibt, und mit der jeder Nutzer sein Fahrticket bezahlen kann, sei ein Beispiel für den Einsatz moderner Technologien, um diesem Ziel nahe zu kommen.

Hochmoderne Klimatisierungssysteme wie im Haus der bayerischen Gesichte sowie im Haus der Musik nutzen Abwärme aus Kanalwasser.

"Wir bauen das System der Intelligenten Ampelsteuerung aus", so die Bürgermeisterin. Die Rewag investiere laufend in neue Ladesäulen für Elektroautos. Bei den Verkehrsbetrieben würden immer mehr Busse mit umweltfreundlichen Antrieben erprobt und eingesetzt.

Große Investitionen in Infrastruktur

"Unser Investitionsprogramm bis 2023 umfasst rund 721 Millionen Euro, das ist die zweithöchste Investionsumme in der Geschichte der Stadt Regensburg." Profitieren sollen Schulen, Kindertagesstätten, Kanalsystem, Straßen, Radwege, Internet, der Nahverkehr mit erweiterten Linien und emissionsfreien Bussen. Weitere Pläne beträfen einen Zentralen Busbahnhof und die Stadtbahn, die auch bis ins Umland fahren soll.

Die Arbeitlosenzahlen liegen bei 3 Prozent, Maltz-Schwarzfischer vermeldete einen Einwohner Rekord mit 168.500
Bürgern. Sie sieht einen massiven Anstieg beim Wohnungsbau für geringe und mittlere Einkommen.

Die Stadt musste aber für 2020 die erwarteten Gewerbesteuereinnahmen um 50 Millionen Euro nach unten korrigieren. Der Grund sei die wirtschaftliche Großwetterlage. Die Einnahmen werden mit etwa 170 Millionen Euro aber noch immer in einem Bereich liegen, von dem die Kämmerer in manchen anderen Städten nur träumen können.

Die Schiffsbesatzungen der Regensburger Initiative Sea Eye haben bis heute gut 14.000 Menschen gerettet. Die Verantwortlichen ließen sich „weder von Mittelmeerstaaten, noch von Hasskommentaren abbringen." Berührt habe sie ein Video des Gründers Michael Buschheuer, der mit einem Hilfskonvoi nach Samos in Griechenland zu Flüchtlingen gefahren ist. „Das ist nicht mein Weihnachten", hatte er gesagt.

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