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Mr. Felsenkeller zog Bilanz

Robold In der Reihe „Heimat der Rekorde“ widmete das Bayerische Fernsehen dem Schwandorfer Labyrinth eine eigene Sendung. „Mr. Felsenkeller“ Hans-Werner Robold kam zu Wort und rechnete die Zahl der Besucher auf 250 000 hoch.

Schwandorf. Seit 20 Jahren ist Hans-Werner Robold städtischer Felsenkeller-Beauftragter und hauptverantwortlich dafür, dass sich das Labyrinth zu einer Kultur- und Touristenattraktion weit über die Stadt- und Landkreisgrenzen hinaus entwickelt hat. Am Ende seiner beruflichen Ära zieht „Mr. Felsenkeller" eine Bilanz.

Bei der Sitzung des Kulturausschusses am Donnerstag im Sitzungssaal des Rathauses rechnete Hans-Werner Robold die Besucherzahlen hoch und stellte fest: „Seit ich es mache, haben 250.000 Leute die Felsenkeller besucht". Sein Steckenpferd ist der Kulturkeller an der Fronberger Straße. Zu den Konzerten und Kabarett-Abenden kommen im Schnitt 100 Besucher. Im vergangenen Jahr fanden in den unterirdischen Gewölben 14 Konzerte, elf Theaterstücke und 615 Führungen mit insgesamt 13 558 Besuchern statt. Hinzu kamen 2 555 Teilnehmer von Führungen des Tourismusbüros. Die Stadtführer schleusten 408 Gruppen durch die Kellergänge. Ein Drittel kam von außerhalb der Oberpfalz, zwei sogar aus dem österreichischen Linz.


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Im Juni geht Hans-Werner Robold in Pension. Wie aus dem Rathaus zu erfahren war, wird seine Arbeit künftig aufgeteilt. Die Felsenkellerführungen fallen in die Zuständigkeit des Tourismusbüros, die Konzerte organisiert das Kulturamt. 

Bei der Sitzung des Kulturausschusses kamen die Vertreter der städtischen Einrichtungen zu Wort und erinnerten an die Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Kulturamtsleiterin Susanne Lehnfeld warf den Blick nach vorne auf zwei Großveranstaltungen: „Kulturstadt Bayern-Böhmen" vom 20. bis 24. Mai und „Kulturfest der Oberpfälzer - 43. Bayerischer Nordgautag" vom 9. bis 12. Juli.

Ausgerechnet in dieser Zeit ist das Stadtmuseum geschlossen. Es wird derzeit für 700.000 Euro umgebaut und für Dauerausstellungen neu konzipiert. Die Neueröffnungen ist für das Frühjahr 2021 geplant.
Das Bürgerfest 2019 kostete 122.435 Euro. Nach Abzug der Einnahmen von knapp 30.000 Euro verbleibt dem städtischen Haushalt ein Defizit von 92.572 Euro. 

Das Tourismusbüro beschäftigt 25 ehrenamtliche Gästeführer, die im vergangenen Jahr 173 Führungen und Wanderungen mit 3397 Teillnehmern leiteten. Die Ausgaben von 32.445 Euro konnten mit den Einnahmen gedeckt werden. Das Oberpfälzer Künstlerhaus empfing an 125 Veranstaltungstagen 9500 Besucher. Christina Lanzl löste Mitte Dezember die bisherige Leiterin Andrea Lamest ab.

Die Stadtbibliothek hat einen Bestand von 65 859 Medien, die im vergangenen Jahr 3389 Nutzer 197 368 Mal ausgeliehen haben. Von den 148 Leserwünschen konnte die städtische Einrichtung 122 erfüllen. 14 Schulklassen und ein Kindergarten ließen sich durch die Räume führen. Achtmal bot Sieglinde Ziegler eine Vorlesestunden an. 

In den Räumen der Volkshochschule Schwandorf, des Mehrgenerationenhauses in Wackersdorf und des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums finden im Schnitt täglich 20 vhs-Veranstaltungen mit 200 Teilnehmern statt. 29 Vorträge erfolgten im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem St. Barbara-Krankenhaus Schwandorf und der Asklepios-Klinik Lindenlohe. Weitere Partner sind das Bayerische Rote Kreuz, die Diakonie, die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft PSAG, Pallicura, der Hospizverein und das „Lokale Bündnis für Familie". 

Der „Jugendtreff" hat im Oktober die Räume des ehemaligen Bio-Ladens am Adolf-Kolping-Platz bezogen. Der Standort ist allerdings nur ein Übergang. Die Stadt ist auf der Suche nach einer neuen Immobilie für eine dauerhafte Lösung.

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