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Hppe Die amtierende Landesliesl Gertraud Höppe von der Fröhliche SG Großbergerdorf aus dem Schützengau Cham, hier beim Landeskönigsschießen 2020 wartet seit einem Jahr auf ihren Einsatz beim Bundeskönigsschießen. Bild: © Ludwig Dirscherl

Informationen vom OSB-Gesamtvorstand

3 Minuten Lesezeit (593 Worte)

Pfreimd. Das Präsidium, die Gauschützenmeister, Referenten und zahlreiche Funktionäre des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB), versammelten sich zur ersten Videokonferenz des Gesamtvorstandes. Präsident Franz Brunner begrüßte die Teilnehmer und bedankte sich bei Tobias Troppmann, der die technischen Voraussetzungen schaffte.


Aufgrund der Pandemie wird der Oberpfälzer Schützentag in Nittenau auf 2022 verschoben. Als Ausweichtermin für die am 3. Juli 2021 geplante Delegiertenversammlung in Maxhütte-Haidhof gilt der 24. Juli. Nach Rücksprache beim Registergericht können Neuwahlen während der Pandemiezeit verschoben werden, dies gilt bis 31. Dezember 2021.

Zu Beginn bedauerte OSB-Präsident Franz Brunner, dass die Pandemie den Schützensport komplett zum Erliegen brachte und derzeit auch nicht absehbar ist, wann es weitergehen kann. Sein Dank galt der Landessportleitung, den Funktionären und den Schützen für ihr Verständnis. Zahlreiche Wettkämpfe und Meisterschaften wurden verschoben und letztendlich doch abgesagt. Der Mitgliederschwund hält sich in Grenzen obwohl der Sport in Vereinen und Gauen nicht ausgeübt werden darf. Die wirtschaftlichen Schäden werden bei den OSB-Vereinen auf 200.000 Euro geschätzt. Darlehen sind nur im Liquiditätsfall möglich. Dennoch blickt er zuversichtlich in die Zukunft und hofft, dass durch die Impfung bald etwas Normalität zurückkehrt.

Einige Vereine nützten die Zeit zum Schießsportanlagen-Neubau, bzw. Renovierung, Modernisierung ihrer Schießstätte. Mehrere Förderanträge wurden zur Regierung weitergeleitet. In einem Sonderprogramm gibt es für finanzschwache Gemeinden eine Förderung bis zu 55 Prozent. Im Landesverband wurden die Büros der Geschäftsstelle renoviert und erweitert. Die Deutsche Meisterschaft soll gekürzt durchgeführt werden, so die mehrheitliche Meinung der Landesverbandspräsidenten im DSB. Ziel ist es, dem Sport nicht zu schaden und die Motivation der Schützen zu erhalten. Eine endgültige Entscheidung über die Durchführung der DM fällt am 8. Mai in Wiesbaden.

OSB Geschäftsstellenleiterin Rosemarie Lautenschlager stellte die Mitgliederentwicklung der letzten zehn Jahre vor. Nach einem Rückgang von 362 Mitgliedern hat der Verband derzeit 29.202 Mitglieder, vor zehn Jahren waren es noch 30.561. Die größten Gaue sind Amberg, (3781), Furth i. Wald (3526), Sulzbach-Rosenberg (3463) und Cham (3086). Die kleinsten Gaue sind Neunburg v. W. und Steinwald. Zwei Vereine haben den Gau Furth i. Wald verlassen, ein neuer kam im Gau Waldmünchen dazu, somit sind 273 Schützenvereine aktiv. Ein neues Mitgliederverwaltungsprogramm „ZMI Client" wurde eingeführt und sollte von allen genützt werden.

Landessportleiter Ernst Adler veranstaltete zwei Videokonferenzen mit den Mitgliedern der Sportkommission. Eine weitere folgt am 14. Mai. Er bedauerte, dass die Bayerische Landesmeisterschaft in Amberg und Pfreimd wie auch letztes Jahr abgesagt werden musste.

Die Durchführung der Deutschen Meisterschaft ist vom 26. August bis 5. September 2021 in München ohne Zuschauer und Industrie geplant. Der Ligabetrieb ist wie bei vielen anderen Mannschaftssportarten außer Kraft und startet im Herbst 2021 im unveränderten Modus. Das Bundeskönigsschießen wurde auf September 2021 terminiert.

Die Referenten und Trainer hatten wenig zu berichten. Abgelaufene Lizenzen verlängern sich bis Ende des Jahres. Fortbildungen werden digital angeboten, Ausnahme ist die Waffensachkunde. Der DOSB kümmert sich um die Gebührenbefreiung gemeinnütziger Vereine zum Transparenzregister. Es wird keine Gesetzesänderung des Waffenrechts in der laufenden Legislaturperiode geben. Intensive Nachwuchswerbung beim Sommerbiathlon und Target Sprint ist vorgesehen.

Schatzmeisterin Karin Merl informierte über die Finanzen. Da nur geringe Ausgaben aufgrund der Pandemie erfolgten ist die Verbandskasse voll. Über das erwirtschaftete Plus soll der neugebildete Arbeitskreis ein Gesamtkonzept erstellen. Ebenso sind die Gaukassen gut gefüllt. Die Verantwortlichen sollten die Guthabenstände sinnvoll nutzen, so ihr Appell. Insbesondere die Nachwuchsgewinnung sollte dabei im Vordergrund stehen. Es gibt aber auch Vereine, die aufgrund ausgefallener gesellschaftlicher Veranstaltungen hohe wirtschaftliche Schäden haben.

Näheres und Termine unter: https://www.osb-ev.de/verband/aktuelles/

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Schützinnen und Schützen aus Amberg und Thanstein bei einem ihrer letzten Wettkämpfe auf der OSB-Schießanlage in Pfreimd. Bild: © Ludwig Dirscherl
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